Einleitung des Hautarztverfahrens

Das Hautarztverfahren ist ein gesondertes Verfahren zwischen Ärzten und Berufsgenossenschaften.

Es wird mit einer Meldung an den gesetzlichen Unfallversicherungsträger eingeleitet, und zwar mittels Erstellung eines Hautarztberichtes.

Wer kann einen Hautarztbericht erstellen?

Der Hautarztbericht kann durch einen Hautarzt, einen Betriebsarzt (Arbeitsmediziner) oder durch Ärzte, die die Zusatzbezeichnung "Betriebsmedizin" führen, erstellt und an die BG / die Unfallkasse gesandt werden.

Wann und warum ein Hautarztbericht?

Wenn Hautarzt oder Betriebsarzt im Ergebnis seiner Untersuchung des Patienten feststellt, dass durch die berufliche Tätigkeit des Patienten (Versicherten) eine Hauterkrankung entstehen, wieder aufleben oder sich verschlimmern kann, kann er mittels Hautarztbericht (Leitet Herunterladen der Datei einFormblatt F 6050) das Hautarztverfahren einleiten.

Hierzu ist die Zustimmung des Patienten unbedingt erforderlich!

Eine frühzeitige Erstellung des Hautarztberichtes und damit eine schnelle Einbindung der Berufsgenossenschaft / der Unfallkasse ist stets anzuraten, damit mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln interveniert werden kann.

Ãœberweisung zum Hautarzt

Stellt sich ein Patient z.B. bei seinem Hausarzt mit Hautveränderungen vor, und es besteht hier bereits der Verdacht, dass es sich um eine Hauterkrankung handelt, die durch die berufliche Tätigkeit entstanden ist / verschlimmert wurde, ist jeder Arzt verpflichtet, den Patienten an einen Hautarzt zu überweisen (Leitet Herunterladen der Datei einFormblatt F2900).

Hautarztverfahren - Hautschutzzentrum - und dann?

Schaltet die Berufsgenossenschaft / die Unfallkasse das Hautschutzzentrum ein, um den Versicherten dort betreuen zu lassen, läuft dies immer parallel zur Behandlung durch den niedergelassenen Hautarzt, der den Behandlungsauftrag erhalten hat.

Der Versicherte wird vom Hautschutzzentrum strikt angehalten, sich regelmäßig beim behandelnden Hautarzt vorzustellen.

Der Hautarzt erhält über die BG Kopien der Berichte des Hautschutzzentrums.

Die Testdurchführung von Testungen innerhalb der kommerziellen Testreihen wird, soweit die Reihen beim behandelnden Hautarzt vorrätig sind, wohnortnah beim Niedergelassenen empfohlen. Der behandelnde Hautarzt wird mittels der Berichte des Hautschutzzentrums gebeten, die Rezeptierung bzw. Folgeversorgung von Therapeutika, Schutz- oder Pflegeexterna vorzunehmen.