Statistik zur BK 5101

Bundesweit wurden im Jahr 2007 ca. 18.500 Fälle neu angezeigt, dies waren 28% aller  BK-Anzeigen (insgesamt ca. 64.000).

Die  Dunkelziffer ist erheblich höher einzuschätzen, da viele Meldungen unterbleiben; Gründe hierfür sind z.B. die Angst des Versicherten um den Arbeitsplatz und die Unkenntnis der Rechtslage.

Zur Epidemiologie von Handekzemen

  • Punktprävalenz ca. 5%
  • Jahres-Prävalenz 8-10%
  • Frauen > Männer
  • Altersgipfel: 20-35 Jahren
  • Multifaktorielle Erkrankung
  • beeinflusst durch genetische Faktoren
  • beeinflusst durch Umweltfaktoren (Feuchtarbeit)
  • Anteil an chronisch schweren Handekzemen ca. 5 - 7 %
  • Studie in 10 europ. Zentren: bei 28% der Patienten mit Handekzemen bestand Arbeitsunfähigkeit, bei 12 % länger als 12 Wochen

Der Anteil berufsbedingter Handekzeme beträgt ca. 52%.

Der Anteil an den Gesamtkosten für eine berufliche Rehabilitationsmaßnahme der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) beträgt fast 60%.

Quellen:
Lerbaeck A (2007) Brit J Dermatol 157:552-7
Diepgen TL (2008) Hautarzt 59:683-9
Diepgen TL (2008) Contact Dermatitis (submitted)
Diepgen TL, Agner T et al (2007) Contact Dermatitis 57: 203-210
Veinen NK (2008) Contact Dermatitis 58:330-4

Bedeutung der BK 5101 bei einzelnen UV-Trägern